Das Birgittenkloster in Altomünster

Der Birgittenorden geht auf die hl. Birgitta von Schweden  zurück, die 1303 bis 1373 gelebt hat.

Aus der Eremitenzelle des um 760 verstorbenen hl. Alto entstand eine Benediktinerklause. Um 970 wurden Benediktiner in das hiesige Kloster gebracht. Im Jahr 1056 wurden die Mönche abberufen und es zogen Benediktinerinnen ein. Um 1260 besaßen sie in und um Altomünstser 17 Maierhöfe, 46 Lehen, 44 Hufen, 3 Güter, 44 Hofstellen, 3 Tafernen und 2 Mühlen. Schlechte Bewirtschaftung führte dazu, dass das Kloster 1488 aufgehoben wurde.

1497 kamen dann Mönche und Nonnen des Birgittenklosters Maihingen nach Altomünster. Als Gründer des Klosters gelten Herzog Georg der Reiche von Landshut und seine Ehefrau, Hedwig von Polen.

Das Kloster mußte drei große Krisen durchleben: 1522 floh der bedeutende Humanist und spätere Reformator von Basel, Johannes Oekolampadius, mit zehn seiner Mitbrüder aus dem Kloster. 1546 mußten die Nonnen und Mönche vor den anrückenden protestantischen Schmalkalden nach München fliehen. 1591 lag die Wirtschaftsführung am Boden, daher wurde der Dachauer Kastner Georg Schwanckler vom Herzog als Verwalter eingesetzt. Durch kriegerische Ereignisse (30-jähriger Krieg, Spanischer Erbfolgekrieg, Französische Revolution) hatte das Kloster vieles zu erleiden.

1730 wurde im großen Rahmen eine Tausendjahrfeier durchgeführt.

19 Priore und 22 Äbtissinnen standen bis 1803 dem Kloster vor. 

Am 18. März 1803 erschien im Kloster die kurfürstliche Aufhebungskommission und löste das Kloster auf. Die umfangreiche Bibliothek und die Kunstschätze kamen nach München. Da der Frauentrakt keinen Käufer fand, durften die Nonnen bleiben.

Am 18. März 1842 konnte durch die Erlaubnis von König Ludwig I. das Kloster wieder für Frauen geöffnet werden. 

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