Freistetten

"Die beiden Gütlein zu Freistetten wurden erst im Jahre 1817 angelegt", schreibt 1883 Anton Steichele, der Chronist des Bistums Augsburg. Entsprechend wurde der Name auf den "Freiheitsdrang der Zeit" zurückgeführt. Tatsächlich entstand Freistetten bereits 24 Jahre früher. Marx und Maria Neumayr verkauften am 20. Juni 1793 für 200 Gulden ihr "Leerhäusl samt den dabei  befindlichen sehr kleinen Gärtl". Es handelt sich um das Haus Hohenzell Nr. 19 (später "beim Schneidermicha" genannt). Im gleichen Jahr erbauten sie sich außerhalb des Ortes ein neues Haus. Die Genehmigung dafür erhielten sie am 8. November 1793. Die Ansiedlung scheint bereits für den Sohn geplant gewesen zu sein. Jedenfalls übergaben Marx und Maria Neumayr kurz darauf, am 1. März 1794, ihr Anwesen an ihren Sohn Ulrich. Damit liegt eine andere Deutung des Ortsnamens nahe, nämlich als freistehendes Haus.

 

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