Oberzeitlbach

772 erscheint in den Urkunden des Bischofs von Freising ein "Zidalpah" in der Bedeutung von "Bach der Imker". Der Bach war die Tränke für wilde Bienen, über die der Zeidler oder Imker das Recht des Honigschneidens ausübte. Um 1260 ist von Ober- und Unterzeitlbach - allerdings lateinisch - die Rede: "in superiori Zidelbach", also von der oberen Siedlung am Bach der Imker".

Am 8. September 772 schenkten zwei Adelige, Helzuni und sein Sohn Silvester, mit Zustimmung Herzog Tassilos III. ihren Besitz in Zeitlbach an die Domkirche zu Freising und seinen Bischof Arbeo.

Unmittelbar nach der Ungarnschlacht auf dem Lechfeld (955) erhielt ein Edler Eparhart (Eberhart), der vielleicht sogar ein Graf gewesen ist, einen ehemaligen bischöflichen Herrenhof. Dies erklärt, weshalb im mittelalterlichen Oberzeitlbach nicht nur das Kloster Altomünster, sondern auch nichtgeistliche Grundherren begütert waren.

Der Schritt vom Weiler zum Dorf wurde im 15./16. Jahrhundert gemacht. Um 1600 sind bereits alle 19 Anwesen da, so wie sie noch  bis ins 19. Jahrhundert bestanden.

Alte Hausnamen:

Beim Bechler (Haus-Nr. 1)

Beim Oberländer (Haus-Nr. 2)

Beim Kasparmichl (Haus-Nr. 3)

Beim Wirt (Haus-Nr. 4)

Beim Feldermaier (Haus-Nr. 4 1/2)

Beim Schmied (Haus-Nr. 5)

Beim Schmiedmann (Haus-Nr. 6)

Beim Rascher (Haus-Nr. 7)

Beim Fischer (Haus-Nr. 10)

Beim Nuimer (Haus-Nr. 18)

 

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