Ruppertskirchen

Der Weiler erscheint erstmals 815 als "in loco Hrodperhtes ecclesia", zu deutsch "im Ort der Ruodprechtskirche". Gemeint ist der Vorname Rupert oder Ruprecht. Um 1260 hieß die Siedlung "Ruoprechteskirchen". Ruppertskirchen besaß nie eine dem hl. Rupert von Salzburg, sondern eine Johannes dem Täufer geweihte Kirche. Der Ortsname ist also so zu verstehen, daß nicht der Patron der Kirche, sondern der adelige Gründer dieser Kirche Rupert hieß. Der Volksmund spricht von "Schupfaloach". Es handelt sich um einen Flurnamen, der erstmals um 1638 nachgewiesen ist. Die Deutung ist schwierig, ein Parallelname wäre das nahe "Kattalaich" zwischen Wagenried und Langenpettenbach. Bei "Laich" denkt man unwillkürlich an Eigelege von Tieren, die ihre Eier im Wasser ablegen. Der Zeitlbach war nachweislich seit dem 16. Jahrhundert auf der Höhe unseres Weilers aufgestaut, im Ort gab es gleichfalls einen Klosterweiher (erstmals 1651 nachgewiesen). Dennoch ist die Deutung abzulehnen, da der Flurname älter ist als der Weiher. Das Grundwort "-loach" oder "-laich"kommt von "-loh" in der zweifachen Bedeutung von "lichter Wald, Gebüsch" oder "nasse, sumpfige Stelle im Boden, Sumpfwiese". So sieht es das Bayerische Wörterbuch von Johann Andreas Schmeller. Das Bestimmungswort "Schupfa-" kann tatsächlich das meinen, woran man sofort denkt, an die "Schupfen" als Remise für Wagen- und Ackergerätschaften (Schuppen). "Schupfaloach" ist die "Schupfe in der Sumpfwiese".

Alte Hausnamen:

Beim Seppen (Haus-Nr. 1)

Beim Girgl oder Asam (Haus-Nr. 1 1/2)

Beim Ehbauer (Haus-Nr. 2)

Beim Hansen oder Tischner (Haus-Nr. 3)

 

So können Sie die Schriftgröße anpassen:

Halten Sie die Strg-Taste gedrückt und drehen Sie am Rad Ihrer Maus.

oder

Zum Vergrößern: Drücken Sie die Strg-Taste und gleichzeitig +.
Zum Verkleinern: Drücken Sie die Strg-Taste und gleichzeitig -.