Rathaus-Koller.jpg
Der Kollerstock mit Garten
Schild am Bahnhofsgleis

Hutgraben, Irchenbrunn, Kiemertshofen, Lauterbach

Hutgraben, Irchenbrunn, Kiemertshofen, Lauterbach

Hutgraben

Die Einöde ist die jüngste Siedlung der Gemeinde. Der Bauernsohn Georg Asam aus Pipinsried und seine Ehefrau Katharina, geb. Wecker aus Thalhof, kauften hier 1839/40 an. Das Anwesen entstand als Neurodung. Der Hausname "Holzgirgl" rührt vom ersten Besitzer und seinem Vornamen Georg her.
Bis 1978 gehörte die Einöde zur Gemeinde Pipinsried, das auch Pfarr- und Schulort gewesen ist, seitdem zum Markt Altomünster.

Alte Hausnamen:

Beim Bergschneider (Hohenzeller Str. 14)
Beim Maurer (Hohenzeller Str. 6)
Beim Schreiner (Hohenzeller Str. 16)
Beim Thades Res (Hohenzeller Str. 18)
Beim Galler (Hohenzeller Str. 26)
Beim Fleckabaur (Hohenzeller Str. 2)
Beim Rapp (Hinterholz 14)
Beim Holzweber (Hinterholz 6)
Beim Münch (Hinterholz 8)
Beim Holzpeter (Hinterholz 22)
In der Branten, Gäng (Hinterholz 2)
Beim Geer (Hinterholz 4)
Beim Thades (Übelmannastr. 8)

Irchenbrunn

Irchenbrunn, auf einer Anhöhe oberhalb des Steinbachs gelegen, wird 1270 erstmals als "Unchenprunne" erwähnt. Der Name rührt von einer Quelle am südöstlichen Dorfende her. Diese Quelle entspringt am Abhang hinter dem "Steffabaur" (Nr. 1) und wurde noch bis 1970 von fünf Irchenbrunner Familien genutzt. Das "Unke" im Namen wird als Hinweis auf die Heilkraft der Quelle gedeutet. Heute sagt man mundartlich "Iachabrunna".

Alte Hausnamen:

Beim Marxbaur (Haus-Nr. 19)
Beim Gaill (Haus-Nr. 16)
Beim Bartlbaur (Haus-Nr. 18)
Beim Schmied (Haus-Nr. 2)
Beim Wirt (Haus-Nr. 3)
Beim Riedl
Beim Nazi (Haus-Nr. 17)
Beim Daigl (Haus-Nr. 14)
Beim Gasslweber
Beim Weiler (Haus-Nr. 7)
Beim Schuster (Haus-Nr. 8)
Beim Mesner (Haus-Nr. 12)
Beim Anderl
Beim Weberhans
Beim Schneiderhäusl (Haus-Nr. 4)
Beim Röll
Beim Ainmusl
Beim Hanns
Beim Schusterzubauhäusl

Kiemertshofen

Das 513m hoch gelegene Kirchendorf wird erstmals um 1260 als "Kuenegundeshoven" im lateinischen Besitzverzeichnis der Benediktinerinnen von Altomünster genannt. Das Grundwort bedeutet "Hof oder Besitz", im Bestimmungswort ist der Frauenname "Kunigund" enthalten. "Hof der Kunigund" wäre also die Bedeutung des Namens, der sich im Laufe der Zeit bis zur Unkenntlichkeit in "Kiemertshofen" abgeschliffen hat.

Alte Hausnamen:

Beim Bauer (Haus-Nr. 1)
Beim Mesner (Haus-Nr. 2)
Beim Donibauer Haus-Nr. 4)
Beim Paulibauer (Haus-Nr. 5)

Lauterbach

Der Ortsname Lauterbach ist erstmals als "Luterbach" in einer Schenkung an das Benediktinerkloster Scheyern vor 1171 überliefert. Der Name wird allgemein als "Ort an einem lauteren, reinen Bach" gedeutet, nach dem mittelhochdeutschen Wort "luter", lauter, rein. Ist es der frühere Name des Bächleins, das von Randelsried her kommend nach einem Lauf von etwa zwei Kilometern unterhalb von Holzhausen in die Weilach fließt? Dieses Gewässer heißt heute allerdings Flußgraben. Lauterbach liegt leicht erhöht in der Mitte dieses etwas engen, von deutlichen Höhen beherrschten Tales.