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Der Kollerstock mit Garten
Schild am Bahnhofsgleis

Lichtenberg, Maisbrunn, Obererlach, Oberndorf

Lichtenberg, Maisbrunn, Obererlach, Oberndorf

Alte Hausnamen:

Beim Liechtenberger
Beim Kott
Beim Fuchsbichler
Beim Almer

Lichtenberg

Lichtenberg, auf einer Anhöhe zwischen Kiemertshofen und Hohenzell gelegen, war die längste Zeit seiner Geschichte ein Einödhof. Es erscheint erstmals im Besitzverzeichnis des Klosters Indersdorf von 1330 in der Form "Dietenperch". 1491 ist von "Dietenperg" die Rede, woraus sich wohl durch volkstümliche Deutung ein "Liechtenperg" entwickelt hat. Der Name wird als Berg des Dieto oder Dietrich gedeutet.

Alte Hausnamen:

Beim Wagner (Haus-Nr. 1)
Beim Rabi (Haus-Nr. 2)
Beim Schmied (Haus-Nr. 3)

Maisbrunn

Der Ortsname erscheint erstmals zwischen 1216 und 1220 in der Form von "Maiolsprunnen" in der Bedeutung von "Quelle des Maiol". Der Name hat also nichts mit dem Mais zu tun, der erst im 20. Jahrhundert als Futterpflanze nach Bayern kam. Noch im 19. Jahrhundert  sprach man von "Mailsbrunn". Die moderne Schreibweise ist also willkürlich festgelegt worden. "Maiol" ist eine Form des germanischen Namens "Meio". Ein Bajuware dieses Namens dürfte hier m 800 gerodet haben.

Obererlach

Im frühen 19. Jahrhundert kamen Einwanderer aus Baden in unsere Heimat und ließen sich in Ottmarshausen, Röckersberg und Irchenbrunn nieder. Einer von ihnen war Wendelin Lehman aus Oberharmersbach bei Offenburg. Er erwarb 1824 49 Tagwerk ehemaligen Indersdorfer Klosterwald und eine vier Tagwerk große Wiese. Die Hofstatt erhielt den bestehenden Flurnamen Obererlach und den Hausnamen "Beim Lehmann". Die Einöde wurde der nahen Gemeinde Pipinsried zugeschlagen. Pfarrsitz war zunächst Langenpettenbach mit seiner Filialkirche Arnzell. 1880 pfarrte man das Anwesen auf Antrag des damaligen Bauern Johann Rothörl nach Altomünster um. Die Kinder gingen aber bis 1969 nach Pipinsried zur Schule.

Alte Hausnamen:

Beim Gall, (Haus-Nr. 1)
Beim Schuster (Haus-Nr. 2)
Beim Blasibauer (Haus-Nr. 3)
Beim Girglbauer (Haus-Nr. 4)
Beim Veitbauer (Haus-Nr. 5)
Beim Jackebauer (Haus-Nr. 6)
Beim Steffamichl oder Reisländer (Haus-Nr. 7)

Oberndorf

Der Weiler erscheint als "Oberndorf" um 1260 erstmals in einem lateinischen Grundbuch des Klosters Altomünster. Eine frühere Nennung von 1078 bezieht sich wohl nicht auf unseren Ort. "Oberndorf" ist die "obere Siedlung" am Lauf des Zeitlbachs.