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Eingangsschild am Zaun zum Kräutergarten
Das Stemmerkreuz, bewachsen mit Petunien

Oberschröttenloh, Oberzeitlbach, Ottelsburg, Ottmarshausen

Oberschröttenloh, Oberzeitlbach, Ottelsburg, Ottmarshausen

Oberschröttenloh

Um 1260 taucht in einem lateinischen Grundbuch des Klosters Altomünster  eine sogenannte Hufe mit Namen "Schretenloch" auf. Der Name hat die Namenforschung vielfach beschäftigt. Er wird als "lichter Wald des Schrat" gedeutet. Der "Schrat" ist ein Waldteufel, "loh" steht für den Wald.

Die Einöde bildete schon seit 1517 mit Kiemertshofen und Lichtenberg eine Hauptmannschaft, ehe sie 1818 zur Altgemeinde Kiemertshofen kam.

Alte Hausnamen:

Beim Bechler (Haus-Nr. 1)
Beim Oberländer (Haus-Nr. 2)
Beim Kasparmichl (Haus-Nr. 3)
Beim Wirt (Haus-Nr. 4)
Beim Feldermaier (Haus-Nr. 4 1/2)
Beim Schmied (Haus-Nr. 5)
Beim Schmiedmann (Haus-Nr. 6)
Beim Rascher (Haus-Nr. 7)
Beim Fischer (Haus-Nr. 10)
Beim Nuimer (Haus-Nr. 18)

Oberzeitlbach

772 erscheint in den Urkunden des Bischofs von Freising ein "Zidalpah" in der Bedeutung von "Bach der Imker". Der Bach war die Tränke für wilde Bienen, über die der Zeidler oder Imker das Recht des Honigschneidens ausübte. Um 1260 ist von Ober- und Unterzeitlbach - allerdings lateinisch - die Rede: "in superiori Zidelbach", also von der oberen Siedlung am Bach der Imker".

Am 8. September 772 schenkten zwei Adelige, Helzuni und sein Sohn Silvester, mit Zustimmung Herzog Tassilos III. ihren Besitz in Zeitlbach an die Domkirche zu Freising und seinen Bischof Arbeo.

Unmittelbar nach der Ungarnschlacht auf dem Lechfeld (955) erhielt ein Edler Eparhart (Eberhart), der vielleicht sogar ein Graf gewesen ist, einen ehemaligen bischöflichen Herrenhof. Dies erklärt, weshalb im mittelalterlichen Oberzeitlbach nicht nur das Kloster Altomünster, sondern auch nichtgeistliche Grundherren begütert waren.

Der Schritt vom Weiler zum Dorf wurde im 15./16. Jahrhundert gemacht. Um 1600 sind bereits alle 19 Anwesen da, so wie sie noch  bis ins 19. Jahrhundert bestanden.

Alte Hausnamen:

Beim Baurn (Haus-Nr. 1)
Beim Soiner (Haus-Nr. 2)
Beim Scherm (Haus-Nr. 4)

Ottelsburg

Der Weiler tritt erstmals 1205 als "Odolspurch" in Erscheinung. Das Grundwort -burg bedeutet "Burg, Befestigung". Im Bestimmungswort verbirgt sich der verkürzte altdeutsche Vorname "Oadal(pald)". Ottelsburg bedeutet also die "Burg des Oadal(Pald)". Der Familienname Aidelsburger wurde nach diesem Ortsnamen gebildet.

Alte Hausnamen:

Beim Schilli (Schui), (Haus-Nr. 1)
Beim Isemann, (Haus-Nr. 2)
Beim Müller (Haus-Nr. 3)
Beim Zimmermann (Haus.Nr. 4)

Ottmarshausen

Zwischen 1200 und 1210 erscheint in einer Urkunde des Klosters Indersdorf als Zeuge ein "Perchtoldus (= Bertold) Ottmarshawsen". Der Ortsname wird gedeutet als "Haus des Ottmar". Aus der Urkunde ist zu schließen, daß Ottmarshausen damals bereits zum Kloster Indersdorf gehörte.

Am 11. November 1816 kauften Georg Schilli, Severin Isemann, Georg Müller und Xaver Zimmermann den Hof und spalteten ihn in vier Teile. Die vier Käufer waren Einwanderer und kamen aus Südbaden. Die Hofnamen erinnern bis heute an die Neusiedler.