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Eingangsschild am Zaun zum Kräutergarten
Das Stemmerkreuz, bewachsen mit Petunien

Schloßberg, Schmarnzell, Schmelchen, Sengenried

Schloßberg, Schmarnzell, Schmelchen, Sengenried

Schloßberg

Der Ortsname rührt von einem Flurnamen her. Die Einöde ist eine junge Ansiedlung von 1823. Sie wurde von Paulus Kreppold aus Kiemertshofen gegründet. Das Anwesen hatte deshalb lange die Kiemertshofener Haus-Nr. 23, heute Schloßberg Haus-Nr. 1.

Alte Hausnamen:

Beim Partlgütl
Beim Kajetan
Beim Krammer
Beim Bauer
Beim Oberländer
Beim Lenzl
Beim Leonhard
Beim Nazi

Schmarrnzell

Auf den Zeitraum von 1240/47 wird die Nachricht des Klosters Indersdorf datiert, in der unser Ort als "Smegenzel" erstmals auftaucht. Wenig später wird er wie in den folgenden Jahrhunderten mit einem "r" geschrieben als "Smergincelle" (1283), "Smaergencell" (1330), "Smergenzell" (1418), "Schmarenczell" (1478), "Schmernzell" (1504).

Die Deutung des Namens hat schon manches Kopfzerbrechen bereitet. Der zweite Namensbestandteil "-zell" ist im nordwestlichen Altbayern ziemlich verbreitet. Die Zell-Orte sind nach neueren Erkenntnissen "überwiegend (weltliche) Wirtschaftshöfe". Das mittelhochdeutsche Wort "smerwic" gleich schmierig nimmt man als Bestimmungswort an. Dann müßte der Boden oder die Straße bei Schmarnzell bei Regen schmierig und fettig (gewesen) sein. Vielleicht könnten auch die mittelhochdeutsch "smerboum" genannte Eiche oder Buche namengebend sein, deren Früchte der Schweinemast dienten.

Alte Hausnamen:

Beim Schmelcherbauer

Schmelchen

Die Einöde wird erstmals zwischen 1231 und 1234 in einer Urkunde des Klosters Scheyern als "Smelha" genannt. Dem Ortsnamen liegt eine "Grasart mit langen, schmalen Halmen, "Schmiele" genannt, zugrunde. Die Schmiele gehört zur Gattung der Süßgräser mit etwa 50 Arten. Sie kann bis über einen Meter hoch wachsen. 

Schmelchen bestand lange Zeit aus drei Anwesen unterschiedlicher Größe. Sie gehörten den Klöstern Scheyern, Altomünster und Kühbach.

Alte Hausnamen:

Oberer Sengenrieder (Haus-Nr. 1)
Unterer Sengenrieder (Haus-Nr. 2)

Sengenried

Die Einöde erscheint erstmals um 1260 in einem lateinischen Grundbuch des Klosters Altomünster als "villa que dicitur Nidernriet", als Ort, der Nidernriet genannt wird. "Wie  unschwer zu erkennen ist, entstand der Ort als Rodung. Um ihn vom nahen Hohenried zu unterscheiden, wurde von der niedriger gelegenen Rodung gesprochen. Um 1300 heißt es aber dann "Sengenried", ein Hinweis auf eine Brandrodung. Dieser Name ist bis heute geblieben.