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Eingangsschild am Zaun zum Kräutergarten
Das Stemmerkreuz, bewachsen mit Petunien

Unterzeitlbach, Wollomoos, Xyger

Unterzeitlbach, Wollomoos, Xyger

Alte Hausnamen:

Beim Brandbauer (Haus-Nr. 1)
Beim Hansbauer (Haus-Nr. 2)
Beim Wirt (Haus-Nr. 3)
Beim Riegerbauer (Haus-Nr. 4)
Beim Hafner (Haus-Nr. 6)
Beim Lampl (Haus-Nr. 9)
Beim Wolferbauer (Haus-Nr. 10)
Beim Schuster (Haus-Nr. 11)
Beim Weber (Haus-Nr. 13)

Unterzeitlbach

Das Dorf wird erstmals sicher um 1260 in einem lateinischen Güterverzeichnis des Klosters Altomünster als "inferior Zidelpach" erwähnt. Dies heißt die "untere Siedlung am Zeitlbach" im Gegensatz zur "oberen Siedlung am Zeitlbach". Unter- und Oberzeitlbach sind die am frühesten urkundlich nachgewiesenen Siedlungen der Gemeinde: 772 erscheint in einer Urkunde des Bischofs von Freising ein "Zidalpah" in der Bedeutung von "Bach der Imker". Der Bach war die Tränke für wilde Bienen, über die der Zeidler oder Imker das Recht des Honigschneidens ausübte. Die Bienen lieferten das Süßungsmittel Honig und Wachs für die Kerzenherstellung. Weitere Nennungen des Frühmittelalters dürften sich allein auf Oberzeitlbach beziehen. Im Spätmittelalter ist 1387 von "Nydern-Zeydelbach" und 1489 von "Unttern-Zeydelbach" die Rede.

Alte Hausnamen:

Beim Bitzl (Haus-Nr. 19)
Beim Bauer (Haus-Nr. 14)
Beim Sturm (Haus-Nr. 15)
Beim Langwolf (Haus-Nr. 6)
Beim Kini (Haus-Nr. 10)
Beim Jungbauer (Haus-Nr. 7)
Beim Koch (Haus-Nr. 18)
Beim Friedl (Haus-Nr. 24)
Beim Schuhklas (Haus-Nr. 17)
Beim Wirt (Haus-Nr. 3)
Beim Trummacher (Haus-Nr. 23)
Beim Paulimann (Haus-Nr. 12)
Beim Haller (Haus-Nr. 13)
Beim Christl (Haus-Nr. 2)
Beim Schneider (Haus-Nr. 22)
Beim Stoffel (Haus-Nr. 20)
Beim Preisengut (Haus-Nr. 5)
Beim Badmann (Haus-Nr. 21)
Beim Schäffler (Haus-Nr. 8)
Beim Schreiner (Haus-Nr. 1)
Beim Häuslmann (Haus-Nr. 9)
Beim Meßner (Haus-Nr. 4)
Beim Bals (Haus-Nr. 16)
Beim Schmied (Haus-Nr. 11)

Wollomoos

Der Ortsname erscheint erstmals um 1030 als "Wollenmos" in einer Urkunde des Benediktinerklosters Kühbach. Die Deutung ist nicht einfach. Der Name setzt sich aus dem Grundwort "-moos" und dem unklaren Bestimmungswort "wollen-" zusammen. "Moos" ist die bairische Bezeichnung für ein dauernd feuchtes, schwammiges Gelände mit einer typischen Pflanzenwelt auf einer Torfdecke. "Moos" wäre also ein "mit Moospflanzen bewachsenes Land". Zu diesen Pflanzen gehört das Wollgras. Seine Blütenhülle wächst sich nach der Blüte in lange weiße Haare aus. Zu dieser Interpretation gelangte auch schon Pfarrer Andreas Mörtl (1783 - 1799), der den Ortsnamen ins Lateinische als "Lanamuscae" übersetzte. Die Rückübertragung heißt "Wolle des Mooses".

Es ist aber auch eine andere Deutung möglich. Mit großer Wahrscheinlichkeit verbirgt sich im Bestimmungswort der im Frühmittelalter vorkommende Personenname "Wolo". Wollomoos würde dann "Moos des Wolo heißen. In dieser Person dürfen wir den bajuwarischen und fränkischen Siedler sehen, der sich hier vor oder um 700 niederließ.

Das Moos bezieht sich auf das Quellgebiet und den Oberlauf der Weilach. Die früheste Beschreibung stammt von 1560 im Atlas des Philipp Apian. Dort heißt es "Wollomoos, das Dörfl und Gotteshaus: Da nimmt die Weilach ihren Ursprung und schwillt rasch zu einem Flüßchen an."

Alte Hausnamen:

Gsigerbauer (Haus-Nr. 1)
Gsigergütler (Haus-Nr. 2)

Xyger

Der Ortsname erregt immer wieder das Interesse von Reisenden auf der Staatsstraße 2047 von Dachau nach Aichach. Er ist nicht, wie oft vermutet wird, griechischen, sondern deutschen Ursprungs. Ihm liegt das mittelhochdeutsche "sic" in der Bedeutung von Ort, wo Wasser versiegt" zugrunde. Die natürliche Lage in einer Senke, worin sich Wasser ansammeln kann, bestätigt diese  Erklärung.

Im letzten Jahrhundert wurde der Ort amtlich als Xyger festgeschrieben, obwohl er 1464 erstmals als "Zyger, ainöd", 1523 als "Zigerhof" oder 1612 als "Gsiger" bezeichnet wurde.